Wenn man sich unter ein Huhn legen und die Federn an der richtigen
Stelle beiseite blasen würde, dann könnte man den Bauchnabel
sehen. Der sitzt - genau wie bei uns - auf dem Bauch, kurz vor den
Beinen. Er hat auch eine ähnliche Funktion wie unserer: nämlich
gar keine!
Aber für die jungen Küken, die noch im Ei liegen, ist er
lebenswichtig. Der Bauchnabel mit seiner winzigen, fadendünnen,
ca. 1 Zentimeter kurzen Nabelschnur verbindet den Bauch des Küken
mit dem Eidotter. Und der Eidotter enthält alle Stoffe, die das Küken
während der drei Wochen, die es im Ei ausgebrütet wird, braucht:
Dazu gehören Luft zum Atmen, Essen und Blut usw.
Wie kommen jetzt
aber diese lebensnotwendigen Sachen zu dem Küken?
Über den Bauchnabel und die Nabelschnur.
Die Nabelschnur endet
auf der einen Seite im Eidotter und auf der anderen am Bauchnabel
des Kükens. Alles fließt durch diese kleine Schnur, so dass das
Küken immer gut versorgt ist. Kurz bevor das Küken schlüpft,
passiert etwas Verrücktes mit dem Dotter: Der Eidotter, der nur
so groß ist wie ein Daumennagel, stülpt sich durch den
Bauchnabel in den kleinen Bauch des Kükens rein. Von dieser
Nahrung kann das geschlüpfte Küken dann drei volle Tage lang
leben. Und die Nabelschnur? Die fällt von ganz alleine ab bei der
Geburt oder spätestens einen Tag, nachdem das Küken auf die Welt
gekommen ist. Das merkt das junge Tier aber gar nicht, denn in der
Nabelschnur sind keine Nerven, so dass es auch nichts fühlen
kann.
Diesen
interessanten Text haben wir auf den Kinderseiten des Bayrischen Rundfunks
gefunden.
http://www.br-online.de/kinder/funkhaus/wissen/huehner_bauchnabel.htm
Die Bilder haben wir eingefügt.
Wir haben auch versucht, den Bauchnabel bei einem Huhn zu finden.
Frau Hämer hat ein Huhn auf
den Arm genommen, und wir haben die Federn beiseite geblasen. Aber
richtig sehen konnten wir den Bauchnabel nicht.

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